Abhängigkeit Rover Performance

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Abhängigkeit der Roverperformance

  • Firmware: Die von den GNSS-Herstellern regelmäßig angebotenen Firmware-Updates werden von vielen Anwendern nicht zeitnah auf ihren Rover-Geräten installiert. Da solche Firmware-Updates immer Verbesserungen enthalten, verzichten Kunden mit dem Verzicht auf Firmware-Updates auf Performance-Verbesserungen, die die Anwendung umso mehr behindern können, je länger ein solches Update nicht vorgenommen wurde.

  • Lokale Abschattungen und Multipath: GNSS-Messungen in abgeschatteten Gebieten verhindern den Empfang von Satellitensignalen. Im Vergleich zu einer „freien Sicht“ haben diese Messungen eine schlechtere Geometrie und können demzufolge zu einer schlechteren Performance führen. Umgebungen, die die GNSS- Signale stark reflektieren (z.B. Metall oder Glas) und in der Antenne als sogenannter Multipath empfangen werden, erhöhen das Rauschen der Messungen und können die Performance erheblich beeinflussen.

  • Die Performance eines Rovers hängt auch bei Korrekturen aus einer Vernetzung von seinem Abstand zu der nächsten realen Referenzstation ab. Diese ist naturgemäß bei unterschiedlichen Referenznetzen auch unterschiedlich für jeden individuellen Rover-Standort. So ist in vielen Bundesländern die Netzdichte des Wettbewerbers SAPOS dichter als die von AXIO-NET und VRS-Now, wohingegen die Homogenität der in den Netzen verwendeten GNSS-Receiver sowie der Vernetzungs-Software bei AXIO-NET und VRS-Now deutlich besser ist und damit generell zu einer verbesserten Performance führen sollte, die der höheren Netzdichte in den SAPOS-Netzen entspricht.

  • Der Rover muss einen erhöhten ionosphärischen Restfehler zulassen, um nicht durch die VRS-Lösung mit einer "Virtuellen Referenzstation" scheinbar direkt in seiner Nähe eine Mehrdeutigkeitslösung ohne ionosphärische Restfehler zu versuchen. Diese Restfehler werden von AXIO-NET ab Januar 2011 mit der Standard RTCM 3.1 Message für einige Dienste zusätzlich abgestrahlt und sollten von dem Rover über die Network Residual Messages (1030 und 1031) verarbeitet werden. Insbesondere für stärkere ionosphärische Störungen, wie sie in den nächsten Jahren zu erwarten sind, wurden diese Messages vor einigen Jahren als RTCM Standard geschaffen und sind bisher in den Geräten der Rover-Hersteller Leica Geosystems (für die 1200er-Serie ab Firmware-Version 8.50 und für Leica Viva ab Firmware-Version 4.01), Trimble und Javad GNSS implementiert.

  • Manche Rovertypen fixen zuerst die GPS-Satelliten und dann erst die GLONASS-Satelliten. Im Fall einer schwachen GPS-Konstellation/Geometrie, wie sie speziell im November wiederholt auftrat, oder einer hoch eingestellten Elevationsmaske (≥15 deg) kann das zu Fixing-Problemen führen.

 

Um die Performance von kombinierten GPS- und GLONASS-Messungen zu optimieren, werden wir zusätzlich die Message 1033 (Receiver- und Antennenbeschreibung) aussenden.

 

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